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Glocken

 

14. Juli 1917
Während des ersten Weltkrieges wurden zur Rüstungsherstellung Glocken von vielen Kirchen in Deutschland entfernt. Am 14.7.1917 wurden auch die größte und kleinste Glocke zum selben Zweck von unserem Kirchturm geholt.

7. April 1928
Am Karsamstag 1928 feierte die ganze Gemeinde eine Glockenweihe für ein wieder komplettes Geläut mit 4 Glocken.

11./12.März 1942
Ohne Vorankündigung sind wie in den meisten Kirchen in Deutschland drei Kirchenglocken vom Turm geholt und für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen worden.

1961 Beschluss über ein  neues Glockengeläut
Der damalige Kirchenstiftungsrat mit ihrem Pfarrer Pelikan, hat den Beschluss gefasst, drei neue Glocken in der Giesserei Schilling in Heidelberg, giessen zu lassen.
Kosten für die Glocken:         10.418,00 DM
Kosten für eine Läeuteanlage: 5.102,00 DM 

Ab 1961 haben unsere damaligen Kirchengemeinderäte Glockensammlungen durchgeführt und in den zwei Jahren bis zum Giessen schon 4.200 DM zusammen bekommen. Den restlichen Betrag spendeten die Zepfenhaner in den nächsten Jahren auf dieselbe Weise. Heute noch gilt unser Dank den Spendern von damals.

 

20. März 1963 Glockengiessen in Heidelberg
Nach vielen Terminschwierigkeiten wurden endlich die neuen Glocken gegossen.
Interessierte Zepfenhaner organisierten einen Bus nach Heidelberg, um diesem einmaligen Erlebnis beizuwohnen und dabei auch für einen guten Guss zu beten.

Kleine Anekdote am Rande: Drei Bürger aus unserer Gemeinde trauten der Busfahrt nicht und fuhren mit dem eigenen PKW. Einmal falsch abgebogen bedeutete, dass sie erst pünktlich zur Heimfahrt in Heidelberg eingetroffen sind.

15. Mai 1963  Gutachten
In einem unabhängigen Gutachten für diese neuen Glocken, das noch in der Giesserei erstellt wurde, lautete der erste Satz:
" Der Klangaufbau ist bei den drei neuen Glocken von denkbar größter Exaktheit."



3. Juni 1963 (Pfingstmontag)  Glockenweihe
Weihe der drei neuen Glocken die vor der Kirche aufgebaut wurden. Mit einem Festgottesdienst vom Kirchenchor begleitet, feierte Zepfenhan einen langersehnten Tag.

In den folgenden Tagen wurden die Glocken mit einem Flaschenzug von Hand in den Glockenturm hochgezogen. (Heute undenkbar).
Die Installation der Läutemaschinen (von der Fa. Hörz aus Ulm) hat noch einige Tage in Anspruch genommen, und so hätten die Glocken am darauf folgenden Sonntag noch nicht geläutet werden können.
Dies jedoch hat an der Zepfenhaner Ehre gewaltig gekratzt.
Also fassten sich vier Zepfenhaner Männer (Eugen Burkardt, Walter Mager, Alfons Weinmann und ? (ist im Moment noch nicht bekannt) ein Herz und haben die Glocken oben im Turm von Hand geläutet.

 



Technische Daten:
Die Glocken läuten in Moll.
               Ton  Gewicht    Durchmesser           Geweiht
1. Glocke: fis - 738 kg - 1041 mm -              dem heiligen Kreuz
2. Glocke: a -   422 kg -   865 mm -              der Gottesmutter Maria
3. Glocke: h -   349 kg -   810 mm -              dem Erzengel Michael
vorhandene Glocke:
                 cis - ca 250 kg - 700 mm


>So klingt unser Geläut